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Studium

Diplomarbeit

Meine Diplomarbeit habe ich an der Uni Hamburg am Institut für Angewandte Physik in der Forschungsgruppe für Grenz- und Oberflächenphysik angefertigt. Ein Jahr lang habe ich mich dort mit der Entwicklung einer Präparationsmethode und eines Versuchsaufbaus zur Erzeugung ultrahoher Gleichstromdichten (> 1012 A/m2, das enstricht mehr als 1 Million Ampère in einem haushaltsüblichen Stromkabel) in magnetischen Nanodrähten beschäftigt. Der Hintergrund dieses Experiments besteht in der Untersuchung der strominduzierten Domänenwandbewegungen, die eine Möglichkeit neuer magnetischer Speichertechniken eröffnen soll (siehe Wikipedia (englisch) oder YouTube).

Die gewonnenen Ergebnisse habe ich auf der Frühjahrstagung 2008 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft unter dem Thema "Magnetic nanowires for ultra-high DC current applications" vorgestellt (siehe Programmpunkt MA 19.10).

Einen kurzen Einblick meiner Arbeit kannst du dir hier im Inhaltsverzeichnis, in der Einleitung und in der Zusammenfassung verschaffen. Wende dich an mich, wenn du Interesse an der gesamten Arbeit hast.

Inhaltsverzeichnis Einleitung Zusammenfassung

Über das Fachwissen hinaus habe ich während der Diplomarbeit auch persönlich sehr viel gelernt. Immer wieder wurde ich mit Inhalten konfrontiert, mit denen ich mich bis dahin nicht auseinandergesetzt hatte. Es gelang mir aber immer, mich einzuarbeiten. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, dass ich mich in vieles, ja fast alles, einarbeiten kann, wodurch ich das Vertrauen gewonnen habe, motiviert neue Aufgabenstellungen anzugehen.

Auch habe ich z. B. erlebt, wie produktiv gute Teamarbeit sein kann. Durch das Zusammentragen verschiedener Lösungsansätze und deren Diskussion konnten viele Probleme schnell und elegant gelöst werden. Eine der größten Herausforderungen stellte z. B. die zuverlässige elektrische Kontaktierung der Proben dar. Durch zahlreiche Experimente, Austausch in der Arbeitsgruppe und Anwendung von Wissen aus meiner Zeit als studentische Hilfskraft konnten wir das Ziel schließlich erreichen.

Studentische Hilfstätigkeit

Während meines Hauptstudiums habe ich ein Jahr lang in der Arbeitsgruppe Halbleiterphysik als studentische Hilfskraft gearbeitet. Meine Aufgaben im Photolumineszenzlabor bestanden in Hilfsmessungen für Diplomanden und Doktoranden und in der Programmierung einer Software zur automatischen intensitäts- und ortsabhängigen Spektroskopie an Halbleiter-Mikroresonatoren. Das Interessante und Herausfordernde dieser Aufgabe bestand darin, dass der Versuchsaufbau von mehreren Mitgliedern der Arbeitsgruppe verwendet wurde und jeder individuelle Anforderungen an die Software stellte.

Studienseminare

Im Rahmen des Studiums habe ich an den Seminaren "Magnetismus in reduzierten Dimensionen" und "Halbleiter- und Supraleiterphysik" teilgenommen. Im Magnetismus-Seminar habe ich mich in die Untersuchung magnetischer Strukturen mittels Neutronen und Röntgenstrahlung eingearbeitet. Im Halbleiter-Seminar habe ich mich mit der Herstellung von Quantenpunkten und der optischen Spektroskopie an einzelnen sowie Ensembles von Quantenpunkten beschäftigt. Zum Abschluss der Seminare habe ich die jeweiligen Inhalte den anderen Seminarteilnehmern präsentiert.

Laborpraktika

Während der Laborpraktika habe ich weitere experimentelle und theoretische Techniken kennengelernt. Am Institut für Angewandte Physik waren dies die Mikrowellenspektroskopie, die Rastertunnelmikroskopie, die Photolumineszenzspektroskopie und der Nd-YAG-Laser. Am Institut für Experimentalphysik habe ich Untersuchungen mit Synchrotronstrahlung am HASYLAB (DESY) durchgeführt, die Chaostheorie behandelt und Luftschauer und den Proton-Proton-Wirkungsquerschnitt untersucht.

Fazit

Während des gesamten Studiums habe ich vielfältige Eindrücke der Forschungsarbeit gesammelt, ein umfangreiches Wissen aufgebaut und mich persönlich weiterentwickelt. Meine Aufgaben bestanden unter anderem darin selbstständig Experimente vorzubereiten und durchzuführen, per PC zu steuern, Daten zu erfassen und auszuwerten und mit Messtechnik umzugehen. Außerdem habe ich den Umgang mit Laborgerätschaften wie z. B. dem Rasterelektronenmikroskop, der Ultrahochvakuumtechnologie und einem Ultraschall-Bonder erlernt und Arbeiten in einem Reinstraum durchgeführt. Besonders viel Spaß haben mir das PC-gestützte Experimentieren und die CAD-Konstruktion bereitet, die einen großen Teil meiner Diplomarbeit ausmachten.